EPISODE 105

Bis hierhin und nicht weiter

Podcast-Cover: Aha-Erlebnisse an der Börse mit Tobias Heitkötter
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Über diese Folge.

Der maximale Drawdown gehört zu den wichtigsten Kennzahlen im Trading. Doch beim automatisierten Handel solltest Du anders damit umgehen als beim manuellen Trading.

Denn während Du beim manuellen Handel Deinen maximal akzeptierten Drawdown selbst definierst und daraus Dein Risiko pro Trade ableitest, bekommst Du bei einem automatischen Handelssystem bereits eine Historie präsentiert: aus Backtests und - im besten Fall - aus echten Live-Ergebnissen.

In dieser Episode erklärt Tobias Heitkötter, was der maximale Drawdown wirklich aussagt, warum er nicht vom Startkapital, sondern vom zwischenzeitlichen Kapitalhoch berechnet wird und wie Du diese Kennzahl nutzen kannst, um Deine persönliche Risikobereitschaft für ein automatisches Handelssystem festzulegen.

An einem einfachen Beispiel erfährst Du, was ein historischer Drawdown von 10 Prozent für Dich bedeutet, warum Du ihn nicht einfach übernehmen solltest und wie Du über das Risiko pro Trade mögliche Verluste an Deine eigenen Bedürfnisse anpassen kannst.

Besonders wichtig: Vergangene Ergebnisse sind keine Garantie für die Zukunft. Tobias erklärt deshalb, warum er beim bisherigen maximalen Drawdown mit einem zusätzlichen Sicherheitspuffer rechnen würde. Denn bevor Du darüber nachdenkst, was ein automatisches Handelssystem verdienen könnte, solltest Du eine andere Zahl kennen:

Wie viel Drawdown passt zu Dir?

Diese Episode ist besonders hilfreich, wenn Du einen Expert Advisor oder ein anderes automatisches Handelssystem einsetzen möchtest und Dich fragst, mit welchem Risiko Du starten solltest. Du lernst, den maximalen Drawdown richtig einzuordnen und Dein Risiko so zu wählen, dass es nicht nur zur Strategie, sondern vor allem zu Dir passt.

DAS NIMMST DU MIT

Die drei wichtigsten Learnings aus der aktuellen Folge

  1. Der maximale Drawdown beginnt nicht beim Startkapital

    Er wird von einem zwischenzeitlichen Kapitalhoch bis zum folgenden Tief berechnet. Deshalb kannst Du Dich in einem Drawdown befinden und gegenüber Deinem ursprünglichen Startkapital trotzdem noch im Plus sein.

  2. Das Risiko eines automatischen Handelssystems kannst Du an Dich anpassen

    Wenn ein System beispielsweise mit einem Risiko von 1 Prozent pro Trade einen historischen Drawdown von 10 Prozent hatte, musst Du nicht automatisch dasselbe Risiko handeln.
    Ist Dir dieser Rückgang zu gross, kannst Du beispielsweise Dein Risiko pro Trade reduzieren.
    Natürlich verändern sich damit auch Deine möglichen Gewinne.

  3. Plane einen zusätzlichen Puffer ein

    Backtests und Live-Ergebnisse zeigen Dir, was in der Vergangenheit passiert ist.
    Sie garantieren Dir aber nicht, dass der bisherige maximale Drawdown in Zukunft niemals überschritten wird.
    Deshalb solltest Du konservativ kalkulieren und dem System zusätzlichen Spielraum geben.

Fazit

Beim automatisierten Trading würde Tobias nicht bei der Frage anfangen, wie hoch die mögliche Rendite ist. Sondern beim Risiko.

Schau Dir den bisherigen maximalen Drawdown an, plane einen vernünftigen Puffer ein und frage Dich dann ganz persönlich:

Kann und möchte ich diesen Rückgang auf meinem eigenen Konto aushalten?

Wenn die Antwort Nein lautet, musst Du nicht automatisch das ganze System verwerfen. Du kannst Deine Risikobereitschaft entsprechend anpassen.

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