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Folge 103: ... but what if it works

Aber was, wenn es funktioniert? Eine erstaunlich einfache Frage. Und eine, die wir uns beim Trading vermutlich viel zu selten stellen. Denn häufig beschäftigen wir uns ausführlich damit, was schiefgehen könnte. Wir analysieren unsere Verlusttrades, suchen nach Fehlern und versuchen, uns vor der nächsten Enttäuschung zu schützen. Doch wie sprechen wir eigentlich über die Trades, die funktionieren? In dieser Episode sprechen wir daher nicht über die Märkte, sondern darüber, wie wir über die Märkte sprechen. Da wird ein noch offener Trade, der unter dem Einstieg steht, schnell zum „Verlust“. Gleichzeitig ist ein anderer offener Trade „noch im Plus“. Ein kleines Wort mit grosser Wirkung. Denn beide Trades sind noch offen. Beide haben noch kein Ergebnis. Und trotzdem haben wir sprachlich längst eine Erwartung darüber formuliert, wie sie vermutlich ausgehen werden. Genau diese Erwartung kann später beeinflussen, ob wir beispielsweise einen Gewinn zu früh mitnehmen oder einen Trade innerlich bereits abschreiben. Du erfährst ausserdem, warum wir Verlusttrades häufig viel intensiver analysieren als unsere besten Trades - und warum es schwierig wird, langfristig zu wiederholen, was funktioniert, wenn wir uns kaum damit beschäftigen, warum es eigentlich funktioniert hat. Am Ende der Folge bekommst Du vier konkrete Übungen, mit denen Du Deine eigene Sprache und Deinen Fokus im Trading überprüfen kannst. Dabei geht es ausdrücklich nicht um positives Denken oder darum, Risiken auszublenden. Sondern um eine zweite, ebenso wichtige Frage neben „Was, wenn es schiefgeht?“: But what if it works? Aber was, wenn es funktioniert?

Folge 103: ... but what if it works
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Die drei wichtigsten Learnings aus der aktuellen Folge

👉 Deine Sprache beeinflusst Dein Denken
„Noch im Plus“ klingt nach einer einfachen Beschreibung. Tatsächlich steckt darin aber bereits die Erwartung, dass dieser Gewinn gleich wieder verschwinden könnte.


👉 Analysiere nicht nur Deine Verluste
Verlusttrades bekommen häufig sehr viel Aufmerksamkeit. Wir schauen uns den Chart nochmals an, überprüfen Regeln und suchen nach Fehlern. Unsere besten Trades werden dagegen oft mit einem kurzen „gut gelaufen“ abgehakt. Aber wie willst Du wiederholen, was funktioniert, wenn Du nicht genau untersuchst, warum es funktioniert hat?


👉 Stell Dir eine zweite Frage

Natürlich solltest Du Dich vor einem Trade fragen: „Was, wenn es schiefgeht?“
Diese Frage schützt Dein Konto. Aber ergänze sie doch einmal um:
„Was, wenn es funktioniert?“ Denn auch darauf solltest Du vorbereitet sein.

🎯 Eine kleine Aufgabe für diese Woche

Beobachte einmal ganz bewusst, wie Du über Deine offenen Trades sprichst. Kein: „Der ist ein Verlust.“ Und auch kein: „Der ist noch im Plus.“


Ein offener Trade ist zunächst einmal genau das:
ein offener Trade.


Und nimm Dir danach Deinen besten Trade der vergangenen Wochen vor. Analysiere ihn einmal genauso intensiv wie Deinen grössten Verlust. Vielleicht lernst Du daraus mehr, als Du erwartest.

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